Samstag, 14 Dezember 2019

Grundlegende Prinzipien

Grundlegende Prinzipien

Eigene Bedürfnisse und Fähigkeiten

  • Die Kinder werden in ihrer Individualität angenommen und nicht in Schemata gepresst. Dazu gehört, Kinder ernst zu nehmen und nicht zu glauben, Erwachsene wüssten immer, was das Beste für Kinder sei.
  • Eine wichtige Aufgabe der Betreuerinnen ist das Beobachten der Kinder bei ihren Tätigkeiten, um sie in ihrer Gesamtheit, ihrer Persönlichkeit, ihren Wünschen und Schwierigkeiten wahrzunehmen. So können die Betreuerinnen die Bedürfnisse der Kinder erkennen und sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie bieten den Kindern Sicherheit um Hürden überwinden zu können, sich auf neue Spiel- und Arbeitsprozesse einzulassen und stehen den Kindern bei.
  • Hilfestellung wird nur gewährt, wenn ein Kind selbst darum bittet oder durch sein Verhalten ausdrückt, dass es dieser bedarf. Dies entspricht dem Leitsatz von Maria Montessori: "Hilf mir, es selbst zu tun". Das bedeutet, dass in die Beschäftigung eines Kindes nicht eingegriffen wird und keine Lösungen angeboten werden.
  • Den Kindern soll eine entspannte und ihrer Entwicklung entsprechende vorbereitete Umgebung zur Verfügung stehen. Diese beinhaltet verschiedenste Materialien wie Übungen des täglichen Lebens, Bereiche für Rollenspiel, Malbereich, Sinnesmaterialien, Materialien zur Sprache und zum Zahlenaufbau,... Die vorbereitete Umgebung bietet auch Freiraum für den experimentellen Umgang mit den vorhandenen Materialien.
  • Den Kindern sollte genügend Raum für Bewegung zur Verfügung stehen. Sie können jederzeit ins Freie.
  • Innerhalb eines grob strukturierten Tagesablaufes entscheiden die Kinder selbst, womit sie sich beschäftigen und auseinandersetzen wollen.

Soziale Anforderungen innerhalb der Gruppe und grundlegende Wertvorstellungen

  • Die Kinder gestalten ihre sozialen Beziehungen und den Umgang mit Konflikten weitgehend selbst. Die Erwachsenen begleiten die Kinder bei der Lösung ihrer Konflikte und geben ihnen Halt.
  • Im gemeinsamen Zusammenleben gibt es Regeln und klare Grenzen. Dadurch lernen die Kinder Verantwortung für ihr Tun in der Gruppe zu übernehmen.
  • Der respektvolle Umgang miteinander und die gegenseitige Achtung schaffen die Voraussetzung, konstruktiv mit Konflikten umzugehen und zu lernen, auf Gewalt - körperlich und verbal - zu verzichten.
  • Die vorher angeführten Rahmenbedingungen sollen es den Kindern nicht nur ermöglichen selbständig zu handeln, sondern darüber hinaus auch eigen initiativ zu werden.
  • Die Achtung der einzelnen Persönlichkeiten schließt das Annehmen des "Anders -Seins" ein. Wir streben an, Kinder mit Behinderungen, Defiziten aber auch aus anderen Kulturen in diesen Kindergarten zu integrieren.
  • Die Feste im Jahreskreis sind Höhepunkte im Alltagsleben des Kindergartens. Entsprechend unserem Kulturkreis erfahren die Kinder im Feiern religiöser Feste (Martinsfest, Nikolofeier, Weihnachten, ...) die Existenz einer höheren Dimension.
  • Um all diesen Prinzipien gerecht zu werden ist eine überschaubare Gruppengröße von maximal 20 Kindern mit einer ausreichenden Anzahl von Betreuerinnen notwendig.